Umgebung bestimmt Bohrverfahren

Mit neuen Bohrtechniken können Der Bohrkopf wird ausgetauschtheute Erdölvorkommen erschlossen werden, deren Nutzung früher nicht möglich war. Ob Rohstoffquellen im Untergrund liegen, kann letztlich immer erst durch eine Probebohrung – auch Aufschluss- oder Explorationsbohrung genannt – herausgefunden werden. Diese Versuchsbohrungen können sowohl auf dem Land (Onshore) als auch auf dem Meer (Offshore) stattfinden. Hier sind vor allem zwei Bohrverfahren verbreitet, das Bohren im Rotary-Verfahren und das Bohren mit Turbine.


Rotary-Bohrverfahren am häufigsten

Überwiegenden Einsatz findet das Rotary-Bohrverfahren: Ein Drehtisch versetzt hierbei das Bohrgestänge in Rotation. Die Bohrkrone, der Meißel, liegt am unteren Ende des Bohrstranges und dringt mit bis zu 200 Umdrehungen pro Minute vor. Durch die Drehbewegung zertrümmert der Meißel das Gestein und vertieft das Bohrloch stetig. Mit zunehmender Tiefe wird das Bohrloch stufenweise mittels Stahlrohren ausgekleidet. Das erbohrte Gesteinsmaterial wird mit einer Spülung nach oben befördert, die ebenso dazu dient, die Bohrlochwand während des Bohrens zu stützen. Die Spülflüssigkeit kühlt zugleich den Meißel.

Bohrkerne einer Bohrung in SpeyerDie Bohrgeschwindigkeit ist stark abhängig von der Härte des Gesteins und kann von wenigen Zentimetern bis zu mehreren Metern in der Stunde schwanken. Die Gesteinshärte bestimmt auch die Lebensdauer des Meißels.

Turbine für unterirdische Richtungsänderung

Beim Bohrverfahren per Turbine sitzt die antreibende Turbine unmittelbar über dem Bohrmeißel. Sie wird dann mit Hilfe der Spülflüssigkeit durch hydraulischen Druck in Bewegung gesetzt. Dieses Verfahren wird vor allem bei Ablenkbohrungen eingesetzt, die in einer bestimmten Tiefe ihre Richtung gezielt ändern sollen. In den modernen Systemen kann die Bohrrichtung durch einen direkt am Bohrmeißel eingebauten Computer voll automatisch gesteuert werden. Der Bohrverlauf folgt dann exakt dem vorgegebenen Pfad.

Eruptionskreuze verschließen das Bohrloch

Ist die Bohrung abgeschlossen und die Ergebnisse weisen auf einen wirtschaftlich förderbaren Fund hin, wird die Bohrung mit dem sogenannten Eruptionskreuz verschlossen. Dies dient der kontrollierten Entnahme des Erdöls aus dem Bohrloch. Das E-Kreuz besteht aus einer Rohrleitung sowie mehreren Druckmessern und Bedienungsgeräten, die fest mit dem Bohrloch verbunden sind. Beim Eruptionskreuz handelt es sich zudem um eine wichtige Sicherheitskomponente zur Absicherung der Bohrung.

 

Sehen Sie sich unter diesem Link einen anschaulichen Film zur Thematik an: http://www.gdfsuezep.de/aktuelles/videos/animationsfilm-bohren.html

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